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Königshainer Berge

In der östlichen Oberlausitz unweit von Görlitz

Am Hochsteinfelsen kann man klettern und hier gibt es eine Gedenktafel, die an den Besuch des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. erinnern soll.

Vielleicht eher bekannt durch den in jüngerer Vergangenheit gebauten 3,3 Km langen Tunnel der Autobahn A4, sind die Königshainer Berge schon immer ein beliebtes Ausflugsziel für die Bevölkerung der näheren Umgebung von Görlitz und Niesky gewesen. Die Königshainer Berge, ein kleines Granitgebirge, gehören zu den nördlichen Ausläufern des Oberlausitzer Hügellandes. Sie befinden sich nur wenige Kilometer von Görlitz entfernt. Das Zentrum der Königshainer Berge wird durch die Talsohle, die sich von der Ortschaft Königshain nach Arnsdorf-Hilbersdorf hinzieht, in zwei Hauptgebiete geteilt. Den etwas bekannteren und mehr besuchten nördlichen Teil mit Hochstein (406m), Totenstein (373m), Teufelsstein, Kuckucksstein und den nicht mehr vorhandenen Firstenstein. Sowie den im Süden sich erstreckenden Kamm der Kämpferberge, der eine Höhe von 411m erreicht.

oben: Ortsansicht Königshain mit Steinberg und Isergebirge im Hintergrund
unter: Königshainer Steinbrüche (linkes Firstensteinbruch, rechts Paradieswand)

In und um die Königshainer Berge liegen die Ortschaften Königshain, Thiemendorf, Arnsdorf-Hilbersdorf, Liebstein und Nieder Seifersdorf. Die Gegend der Königshainer Berge muss schon immer attraktiv gewesen sein, was Funde von Zeugnissen wechselnder Besiedlung in vorgeschichtlicher Zeit beweisen.

oben: solche Zeitzeugen kann man hier öfter finden
unten: Granitabbaumuseum an den Königshainer Steinbrüchen

Faszinierend fand dieses kleine Gebirge auch schon der preußische König Friedrich Wilhelm IV. , der bei seinem Besuch im Jahre 1844 den Totenstein und später auch den Hochstein unter besonderen Schutz stellen ließ. Wie sich herausstellen sollte, war dieses Schutzbedürfnis durchaus berechtigt, denn durch Granitabbau wurde die einst mit Felsgruppen übersäte Landschaft stark verändert. Der Granitabbau wurde vor Jahrzehnten eingestellt und das gesamte Gebiet unter landschaftlichen Schutz gestellt. Der einstige Raubau kann zwar nicht rückgängig gemacht werden, hat aber andererseits auch wieder neue faszinierende Formen hervorgebracht. Die waldreichen Königshainer Berge laden zu ausgiebigen Wanderungen und Mountainbike-Touren ein. Beliebte Ausflugsziele sind auch heute noch der Hochstein, auf dem es einen Aussichtsturm und eine Gaststätte gibt, und der Teufelsstein. Die verlassenen Steinbrüche wurden zum Paradies für Kletterer. Über die einschneidende Vergangenheit kann man sich im Granitabbau-Museum informieren. Der Ort Königshain selbst hat auch noch einiges zu bieten, besonders eine Besichtigung der sehenswerten Schlossanlage ist hier zu empfehlen.

kleiner Rhododendronpark an der Schlossanlage Königshain


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Informationen und Links zum Beitrag:

cehceh.de
Hier erhalten Sie Tipps zum Klettern in den Königshainer Bergen.

Hochsteinbaude
Berggasthof Hochsteinbaude Königshain in den Königshainer Bergen - Wandern, Klettern, Essen und Schlafen auf dem Hochstein.

Schlesisch-Oberlausitzer-Museumsverbund
Schloss Krobnitz - Dorfmuseum Markersdorf - Ackerbürgermuseum - Granitabbaumuseum