Oberlausitz-Bilder

Hochsteinfelsen

Königshainer Berge

In der östlichen Oberlausitz unweit von Görlitz

Viel­leicht eher bekannt durch den in jün­ge­rer Ver­gan­gen­heit gebau­ten 3,3 Km lan­gen Tun­nel der Auto­bahn A4, sind die Königs­hai­ner Ber­ge schon immer ein belieb­tes Aus­flugs­ziel für die Bevöl­ke­rung der nähe­ren Umge­bung von Gör­litz und Nies­ky gewe­sen. Die Königs­hai­ner Ber­ge, ein klei­nes Gra­nit­ge­bir­ge, gehö­ren zu den nörd­li­chen Aus­läu­fern des Ober­lau­sit­zer Hügel­lan­des. Sie befin­den sich nur weni­ge Kilo­me­ter von Gör­litz ent­fernt. Das Zen­trum der Königs­hai­ner Ber­ge wird durch die Tal­soh­le, die sich von der Ort­schaft Königs­hain nach Arns­dorf-Hil­bers­dorf hin­zieht, in zwei Haupt­ge­bie­te geteilt. Den etwas bekann­te­ren und mehr besuch­ten nörd­li­chen Teil mit Hoch­stein (406m), Toten­stein (373m), Teu­fels­stein, Kuckucks­stein und den nicht mehr vor­han­de­nen Firs­ten­stein. Sowie den im Süden sich erstre­cken­den Kamm der Kämp­fer­ber­ge, der eine Höhe von 411m erreicht.

oben: Orts­an­sicht Königs­hain mit Stein­berg und Iser­ge­bir­ge im Hintergrund
unter: Königs­hai­ner Stein­brü­che (lin­kes Firs­ten­stein­bruch, rechts Paradieswand)

In und um die Königs­hai­ner Ber­ge lie­gen die Ort­schaf­ten Königs­hain, Thie­men­dorf, Arns­dorf-Hil­bers­dorf, Liebstein und Nie­der Sei­fers­dorf. Die Gegend der Königs­hai­ner Ber­ge muss schon immer attrak­tiv gewe­sen sein, was Fun­de von Zeug­nis­sen wech­seln­der Besied­lung in vor­ge­schicht­li­cher Zeit beweisen.

oben: sol­che Zeit­zeu­gen kann man hier öfter finden
unten: Gra­nit­abbau­mu­se­um an den Königs­hai­ner Steinbrüchen

Fas­zi­nie­rend fand die­ses klei­ne Gebir­ge auch schon der »preu­ßi­sche König Fried­rich Wil­helm IV.« , der bei sei­nem Besuch im Jah­re 1844 den Toten­stein und spä­ter auch den Hoch­stein unter beson­de­ren Schutz stel­len ließ. Wie sich her­aus­stel­len soll­te, war die­ses Schutz­be­dürf­nis durch­aus berech­tigt, denn durch Gra­nit­ab­bau wur­de die einst mit Fels­grup­pen über­sä­te Land­schaft stark ver­än­dert. Der Gra­nit­ab­bau wur­de vor Jahr­zehn­ten ein­ge­stellt und das gesam­te Gebiet unter land­schaft­li­chen Schutz gestellt. Der eins­ti­ge Rau­bau kann zwar nicht rück­gän­gig gemacht wer­den, hat aber ande­rer­seits auch wie­der neue fas­zi­nie­ren­de For­men hervorgebracht. 

Die wald­rei­chen Königs­hai­ner Ber­ge laden zu aus­gie­bi­gen Wan­de­run­gen und Moun­tain­bike-Tou­ren ein. Belieb­te Aus­flugs­zie­le sind auch heu­te noch der Hoch­stein, auf dem es einen Aus­sichts­turm und eine Gast­stät­te gibt, und der Teu­fels­stein. Die ver­las­se­nen Stein­brü­che wur­den zum Para­dies für Klet­te­rer. Über die ein­schnei­den­de Ver­gan­gen­heit kann man sich im Gra­nit­ab­bau-Muse­um infor­mie­ren. Der Ort Königs­hain selbst hat auch noch eini­ges zu bie­ten, beson­ders eine Besich­ti­gung der sehens­wer­ten Schloss­an­la­ge ist hier zu empfehlen. 

klei­ner Rho­do­den­dron­park an der Schloss­an­la­ge Königshain


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Informationen und Links zum Beitrag:

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